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Aromatherapie: 8 Fakten, die du über ätherische Öle wissen solltest

Aktualisiert: 7. Mai


Aromatherapie mit ätherischen Ölen

Wie wirken ätherische Öle auf dich, wie lange sind sie haltbar und wie verwendest du sie richtig? Wir verraten dir die wichtigsten Fakten rund um die Aromatherapie.


1. Wir nehmen Pflanzenintelligenz zu uns

Die Grundlage der Aromatherapie bilden ätherische Öle, die aus destillierten Pflanzenteilen gewonnen werden. Pflanzen nutzen ihren Duft zur Kommunikation untereinander, um sich vor Insekten oder UV-Strahlung zu schützen. Diese Düfte enthalten daher eine Fülle an intelligenten Informationen. Im Verlauf ihres Lebens entwickelt jede Pflanze praktisch einen eigenen Signaturduft, von dem auch wir Menschen profitieren können.


2. Ätherische Öle haben ähnliche Strukturen wie menschliche Hormone

Ätherische Öle sind unseren körpereigenen Hormonen sehr ähnlich und haben daher eine starke Wirkung auf unseren Körper. Da sie fettlöslich sind, können sie über die Haut und Schleimhäute aufgenommen werden und so ihren Effekt im gesamten Organismus entfalten. Besonders schnell und intensiv gelangen die Duftmoleküle über die Schleimhäute der Atmungsorgane in unseren Organismus. Die ätherischen Öle wirken somit über die Nase direkt auf unser Wohlbefinden.


Über die Blut-Hirn-Schranke gelangen sie so in unseren Kreislauf. Der Duft setzt Reize im Gehirn (limbisches System) und wirkt so direkt und unmittelbar auf vielfältige Körperfunktionen, aber auch auf die Psyche. Mit Inhalationen, Spülungen, Dampfbädern etc. erzielt man eine bessere Wirkung als bei einer Raumbeduftung.


Untersuchungen haben gezeigt, dass nach einer Massage oder einem Fussbad mit Aromaölen die entsprechenden Moleküle nach ein paar Minuten im Blut nachgewiesen werden können. Deshalb beim Dosieren vorsichtig sein und die Öle immer verdünnt auf der Haut anwenden. Besonders hautreizende Kandidaten sind Myrte, Nelke, Zimt und Zitronengras


3. Nur wenige Pflanzen auf der Welt enthalten ätherische Öle

Von den hunderttausenden Pflanzenarten auf der Erde enthalten nur etwa 2’300 ätherische Öle in Form von winzigen Tröpfchen. Diese werden aus verschiedenen Pflanzenteilen wie Stängel, Samen, Früchten, Blüten, Blättern und Wurzeln gewonnen. Die Ernte des Pflanzenmaterials erfolgt oftmals durch reine Handarbeit.


4. Das Herstellungsverfahren ist seit tausenden von Jahren unverändert

Ätherische Öle werden seit Jahrtausenden durch physikalische Verfahren aus den verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen, oft durch Destillation oder Auspressen. Aus archäologischen Funden geht hervor, dass die Technik der Destillation bereits vor tausenden von Jahren in Persien zur Duftherstellung angewendet wurde.


Bei der Destillation werden in einem ersten Schritt die Ölzellen geöffnet und damit für den Wasserdampf besser zugänglich gemacht. Dafür wird das bei der Ernte gesammelte Pflanzenmaterial entweder zerschnitten, gemahlen, zerquetscht oder geraspelt. Im zweiten Schritt wird der stark erhitzte Dampf durch das Pflanzgut geleitet und anschliessend abgekühlt.


5. Ätherische Öle sind echte Alleskönner

Das Neroli-Öl wird in der Aromatherapie als Allrounder bezeichnet, denn es soll bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen, depressiven Verstimmungen, Durchfall, Impotenz, nervösen Herzbeschwerden, Nervosität und trockener, empfindlicher Haut helfen. Bergamotte soll aufmunternd und entspannend wirken und bei seelischen Tiefs und Angst unterstützen. Vanille hat beruhigende und ausgleichende Eigenschaften; Rose soll schmerz- und krampflindernd wirken und für gute Stimmung sorgen.


6. Ätherische Öle reagieren mit der Luft

Die Haltbarkeit ätherischer Öle wird durch deren chemische Zusammensetzung bestimmt. Wenn Öle mit Luft in Berührung kommen, können sie oxidieren. Durch die Oxidation des ätherischen Öls können hautreizende Verbindungen entstehen, die deine Haut schädigen können. Je höher der Monoterpen-Anteil im Öl, desto kürzer ist die therapeutische Anwendungszeit.


Davon betroffen sind vor allem Zitrusöle (ausser Bergamotte) und Nadelöle (z.B. Zirbelkiefer, Wacholder oder Zypresse). Eine korrekte Lagerung, Licht- und Wärmeschutz verhindern eine vorzeitige Oxidation. Zudem kann eine hautreizende Reaktion in Verbindung mit warmem Badewasser verstärkt werden.


7. Einige Öle reifen wie guter Wein

Nach dem Öffnen halten sich ätherische Öle, abhängig von der Zusammensetzung und den Lagerbedingungen, zwischen 6 Monaten und 3 Jahre lang. Nadel- und Zitrusöle sind ca. 6 Monate haltbar. Andere Öle sind im Schnitt zwischen 1 und 3 Jahren haltbar. Doch es gibt auch ätherische Öle, die beim Lagern reifen und immer besser werden, wie z.B. Rose, Patchouli oder Sandelholz. Diese Öle können sogar bis 10 Jahre nach Anbruch noch einen ausgeprägten Duft aufweisen.


Ätherische Öle sollten in lichtgeschützten Flaschen und bei gleichbleibenden Temperaturen, idealerweise bei Raumtemperatur (zwischen 17 und 22 °C), gelagert werden, jedoch nicht im Kühlschrank. Daher solltest du ätherische Öle nur in kleinen Mengen oder in kleinen Fläschchen kaufen. Am besten beschriftest du die ätherischen Öle nach dem Anbruch mit dem Datum.


8. Lavendel wirkt gegen Ameisen (und andere Krabbeltiere)

Ameisen sind nicht besonders begeistert vom Duft des Lavendels. Dieses ätherische Öl kann sehr gut helfen, sie fernzuhalten. Ameisen haben einen ausgeprägten Geruchssinn, den du zu deinem Vorteil nutzen kannst. Sie meiden starke Gerüche. Du könntest also versuchen, den Eingang, den die Ameisen in deine Wohnung nehmen, mit Lavendelöl zu versehen. Übrigens funktioniert das Gleiche auch bei Spinnen.



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